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Hallo Besucher,
"Es gibt Lügner, gottverdammte Lügner, und es gibt Statistiker", soll Winston Churchill gesagt haben. Wenn dem so wäre - dann würde Ihnen diesmal ein Newsletter voller Lügen blühen. Sollten Sie allerdings - so wie wir - ein wenig mehr Vertrauen in die Leistung der Rechenkünstler haben als Mr. Churchill, dann könnten folgende Informationen sehr interessant für Sie sein. Oder könnten Sie auf Anhieb sagen, wie viel Sie als Mann mehr verdienen müssen, wenn Sie nicht gleich aussehen wie Richard Gere?
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr SPINFLIRT-Team
Wer bloggt denn da?
Eine aktuelle Studie hat gerade untersucht, wie das Schreiben von Online-Tagebüchern (das sogenannte Blogging) mit der Persönlichkeit der Autoren zusammenhängt. Das einigermaßen verblüffende Ergebnis: Blogger sind ganz anders. Während in der Gesamtbevölkerung die "Realisten" vorherrschen und die "Idealisten"
eine eher kleine Gruppe stellen, ist es beim Blogging genau andersrum. Da die Untersuchung auf denselben Persönlichkeitstypen basiert, wie wir sie bei SPINFLIRT einsetzen, könnten wir ja mal nachschauen, wie das Ganze bei uns aussieht.
Ein kleiner Blick auf die Blogeinträge der letzen Tage verrät, dass in unserer kleinen Stichprobe die Typen gleichmäßiger verteilt sind: Givebackwhatyougivetome und FrecherZwilling sind spontane Idealisten, Venus61 eine analytische Denkerin, lilli122 eine fürsorgliche Realistin, teufelinchen35 eine gutmütige Realistin, Miezel eine sensible Macherin, ogjb und Schoene sind energische Macher und jr1960 ist ein lässiger Macher. Von allen vier Grundtypen (Macher, Realisten, Idealisten und Denker) ist also etwas dabei.
Auffällig ist allemal, dass mehr Frauen als Männer bloggen. Das ist bei uns auch nicht anders als bei den hunderttausenden Blogs da draußen. Das starke Geschlecht scheint gar nicht so stark zu sein, wenn es ums Schreiben geht. Dabei sind Blogs doch so eine gute Möglichkeit, andere Menschen besser kennen zu lernen. Männer, gebt Euch einen Ruck und schreibt los! Und wer sich noch nicht traut, kann ja mal damit anfangen, in aktuellen Blog-Beiträgen zu blättern.Online-Dating behebt Single-Defizit
Tja, da kann man es mal wieder schwarz auf weiß sehen. Oder vielmehr:
blau und rot auf weiß. Die Februar-Ausgabe des amerikanischen Magazins "National Geographic" machte sich die Mühe, auf einer USA- Karte die jeweilige Single-Dichte in amerikanischen Regionen abzubilden. Und zwar nicht nur in absoluter Hinsicht (sprich: wo gibt es die meisten Singles?), sondern vielmehr unter dem Aspekt der Verhältnismäßigkeit, also: wo gibt es mehr männliche und wo mehr weibliche Singles? Das Ganze dann noch gestaffelt nach Größe - ein kleiner roter Punkt z. B. signalisiert, dass es in der Region "nur" 2.500 mehr Single-Frauen gibt als Männer, ein großer blauer Punkt dagegen bedeutet schon 40.000 mehr Single-Männer als -Frauen.
Eigentlich eine ausgezeichnete Idee, wie wir finden - nur dürfte die Karte den einen oder die andere Partnersuchende/n schon beim ersten Blick darauf in schwere Depressionen gestürzt haben. Ganz deutlich wird nämlich, dass an der Westküste jede Menge Herren sehnsüchtig auf die große Liebe warten, aber ledige Frauen ziemliche Mangelware sind.
Und umgekehrt knubbeln sich an der Ostküste zahllose Single-Frauen, die keine Chance auf einen Partner haben, weil sie extrem in der Überzahl sind. Besonders schlimm dürfte die Visualisierung ihrer Situation die Männer in der Gegend rund um Los Angeles, Long Beach und Santa Ana getroffen haben, denn sie haben dort mit 40.000 mehr Junggesellen als Jungesellinnen schon ganz schön schlechte Karten.
Und die vier Mädels aus "Sex and the City" brauchten vermutlich gleich zum Frühstück ihren ersten (oder eventuell auch gleich
mehrere) "Cosmopolitan", denn in den Regionen New York und Newark stelzen sage und schreibe 185.000 (!) mehr Single-Frauen auf ihren Manolo-Blahnik-Stilettos durch die Straßen, als Single-Männer zur Verfügung stehen.
Wer mag, kann sich die Karte hier selbst anschauen. Die Kommentare dazu sind übrigens durchaus auch lesenswert.
Vermutungen über die Hintergründe dieser Ballungszentren von Männern und Frauen reichen dort von ökonomischen Überlegungen (die Westküste als Zentrum der Technologie- und Computerbranche, dagegen die Ostküste als Mode-, PR-, Design- und Verlags-Herz der USA) bis zu Homo-/Hetero-Hochburgen. Einen ähnlichen Effekt scheint es übrigens auch in Schweden zu geben, wo die jungen, ledigen Frauen vor allem in den Regionen rund um Stockholm, Gothenburg und Malmo zu finden sind, während in den nördlichen Regionen verzweifelte Junggesellen versuchen, russische Frauen zu importieren, um dem Damenschwund zu begegnen und eine Familie zu gründen ... Und selbstverständlich schmieden angesichts dieser Karte ganz bestimmt jede Menge Partnersuchende bereits heftig Umzugspläne!
Eine vergleichbare SingleMap gibt es für Deutschland unseres Wissens leider (oder vielleicht zum Glück?) nicht. Immerhin können Sie sich auf unserer Map of Love darüber informieren, ob Sie in einer Online-Dating-Hochburg leben oder diesbezüglich eher mit Diaspora-Verhältnissen klar kommen müssen. Und in jedem Fall ist die Karte die reinste Werbung für das Flirten per Internet überhaupt. Schließlich können auf diesem Weg auch der Westküsten-Single-Mann und die Ostküsten-Single-Frau, die da jeweils einsam an ihrem After-Work-Drink nippen, zusammenkommen. Die ewigen Flugtickets gehen dann zwar vermutlich ein bisschen ins Geld, aber was tut man nicht alles für die große Liebe. Und die Umzugsunternehmen haben dann irgendwann auch noch eine Freude ...Frauen wollen nur das eine ...
Womit sich Sozialwissenschaftler so alles beschäftigen! An der Universität von Pennsylvania beobachteten und analysierten sie z. B. das Speed-Dating-Verhalten von 10.000 Amerikanern bei den Schnell- Verabredungen (wo sich die Partnersuchenden innerhalb von drei Minuten entscheiden müssen, ob sie ihr Gegenüber attraktiv finden und noch einmal treffen möchten oder nicht). Das schöne Geschlecht erwies sich dabei (wen wundert's!) als deutlich wählerischer: nur ein Drittel der angebotenen Männer fand jeweils Gnade vor dem weiblichen Auge. Demgegenüber wollten die Männer im Durchschnitt jede zweite Frau wiedersehen. Frauen - fanden deutsche Sozialwissenschaftler heraus - waren auch besser darin, ihren eigenen "Marktwert" abzuschätzen - Männer neigten hier zu etwas überzogenem Optimismus. Frauen legten auch mehr Wert auf eine gleichrangige Ausbildung ihres Dating-Partners als Männer - diese achteten bei ihren Flirts dafür stärker auf das Aussehen. So weit, so gut, und alles nicht ganz überraschend.
Interessant wurde es aber, als man die Faktoren miteinander in Beziehung setzte, die über den jeweiligen "Marktwert" des Online- Flirters oder der Online-Flirterin entschieden. So zeigte sich, dass blonde Frauen einen leichten Wettbewerbsvorteil hatten (Gentlemen prefer blondes hat also offenbar immer noch Gültigkeit), während rothaarige Männer etwas im Hintertreffen lagen. Entscheidender Vorteil des männlichen Geschlechts beim Online-Dating aber: Egal, welchen optischen Makel Sie als männlicher Flirter hier aufweisen, Sie können ihn kompensieren, wenn Sie über genügend Geld verfügen!
Und dafür gibt es offenbar auch eine Art "Aktienkurs" (man könnte es böse vielleicht auch eine Preistabelle nennen). Angenommen, Sie sind durchschnittlich attraktiv - gutes Mittelfeld sozusagen. Sie möchten aber genauso erfolgreich bei den Online-Flirterinnen landen, wie ein Mann, der im Attraktivitäts-Ranking unter den Top Ten landet. Dann müssen Sie 143.000 $ im Jahr mehr als dieser verdienen. War Mutter Natur bei Ihrer optischen Ausstattung besonders geizig und Sie selbst spielen nicht in der mittleren Liga, sondern rangieren unter den unteren 10 % auf der Schönheitsskala, können Sie Mr. America trotzdem noch Paroli bieten. Sie müssen dann halt satte 186.000 $ mehr Jahreseinkommen als er ins Feld führen können. Sie sehen ganz gut aus, sind aber ein bisschen kleiner als der Durchschnitt geraten? Kein Problem! Je nach Ausmaß Ihres Größendefizits legen Sie einfach zwischen 32.000 und 325.000 $ drauf, dann stimmt Ihre Online-Flirt- Bilanz trotzdem. Sie sind eine Frau? Dann läuft es umgekehrt und Ihre "Entschädigungsleistung" in Form von höherem Gehalt wird fällig, wenn Sie zu groß geraten sind. Ist aber vergleichsweise billig - rangiert so zwischen 50.000 und 59.000 $ ... Ach so, und Körpergewicht ist natürlich auch immer ein beliebtes Kriterium bei der Partnerwahl. Da müssen Sie dann Ihre überflüssigen Pfunde sozusagen direkt in Gold aufwiegen können, dann dürfen Sie weiterhin unbesorgt Ihre Big Macs und Burger King's konsumieren und sind trotzdem begehrt wie der Cornetto Erdbeer beim Online-Dating!
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